Smarte Softwareentwicklung: make or buy?

Um digitale Produkte schnell an den Markt zu bringen, gibt es drei mögliche Wege – und eine gut funktionierende, kosteneffiziente Alternative

Jeder, der die Entwicklung einer neuen digitalen Anwendung plant, steht vor der Frage: Eigenes Team? Oder doch lieber Outsourcing? Welcher Weg der klügste ist, hängt von vielen Faktoren ab. Doch egal ob kleines Startup oder mittelständisches Unternehmen: Wichtig ist zunächst, mögliche Optionen mit allen Vor- und Nachteilen zu kennen. Und dann weitsichtig und ergebnisorientiert zu entscheiden.

Viele kluge Köpfe, viele gute Ideen?

Laut bitkom lagert die Mehrheit (82 Prozent) der deutschen Unternehmen einzelne Teile ihrer IT-Leistungen an externe Dienstleister aus. Und nur jedes dritte Unternehmen (33 Prozent)  entwickelt eigene Software. Grund hierfür sind in der Regel mangelnde interne Ressourcen, Kosten, aber auch fehlender Innovationsspielraum.

Im Zuge der Digitalisierung steigt überall der Bedarf an innovativen IT-Applikationen. Fast täglich werden neue Ideen geboren und digitale Lösungen entwickelt – die sowohl unser Leben als auch Prozesse vereinfachen oder ganz neue Geschäftsmodelle ermöglichen. Im gleichen Rhythmus entstehen aber auch Produkte, die keiner braucht, die kompliziert, teuer und mitunter zwecklos sind. Wer in der Realität und vor allem im Business mit seinen Softwareentwicklungen überzeugen will, muss daher nah am Menschen und nah am Markt sein.

Produkte brauchen Fahrtwind und Feedback

Die Suche nach einer sinnvollen Lösung wird erleichtert, wenn man Feedback einholt: und zwar am besten kontinuierlich. Eric Ries hat schon vor vielen Jahren in seinem Buch “Lean Startup” verdeutlicht, wie marktnahe Entwicklung gut funktioniert: und zwar per Minimum Viable Produkt (MVP). Ein MVP ist nichts anderes als eine erste minimal funktionsfähige Produktversion, die  man entwirft, um mit wenig Aufwand den Markt-, Kunden- oder Funktionsbedarf abzudecken und relevantes Feedback für die Optimierung zu erhalten.

Entwicklungsressourcen ordern

Von der Idee zum Go Live: Wer digitale Produkte schnell am Markt platzieren will, braucht zunächst entsprechende Ressourcen. Im IT-Kosmos sind das in der Regel UX/UI Designer, Softwareentwickler und Projektmanager (Scrum Master, Product Owner). Doch fast jedes Team, ob im großen Unternehmen oder als frischgebackene Uni-Absolventen, steht hier vor der Gretchenfrage: Make or Buy? Wie setze ich mein Budget sinnvoll ein, um schnell und effektiv mit einem Produkt am Markt zu punkten? Es gibt in der Regel drei übliche Wege: eigene Mitarbeiter nutzen, eine Agentur beauftragen oder Freelancer ins Boot holen. Doch welche Vor- oder Nachteile haben diese Varianten?

Make: eigenes Team aufstellen

Ein internes Team aufzubauen, erscheint für viele naheliegend. Fragt man nach Gründen, heißt es: dies sei günstiger, die IP (Intellectual Property) muss in der Firma bleiben oder Investoren erwarten das. Doch die richtigen Leute für den IT-Bereich zu finden, ist gar nicht so einfach – insbesondere für Personaler, die keine Tekkies sind. Denn das Recruiting erfordert neben der Einschätzung persönlicher Qualitativen und des bisherigen Werdegangs eben auch einiges an Tech-Knowhow. Zudem dauert es oft Monate, bis ein Team richtig aufgestellt ist und geeignete Technologien definiert sind. Fängt man dann an, Lösungen zu entwickeln, sind andere längst fertig.

Ein anderes Problem sind bereits vorhandene IT-Teams, die seit Jahren eingespielt und aus diesem Grund mitunter betriebsblind sind. Um Innovationen anzuschieben, braucht es aber Neugier, Mut und Flexibilität. Sind die eigenen Mitarbeiter nicht befähigt, MVPs zu entwickeln und diese in iterativen Schritten zu optimieren, können sich Projekte extrem in die Länge ziehen.

Buy: Agentur beauftragen

Die zweite Variante ist das Einkaufen einer Agentur oder besser gesagt, das komplette Outsourcen der IT-Leistungen. Vorteil: Agenturen haben meist genug verfügbare Ressourcen, um schnell und mit Power ans Werk zu gehen. Dafür haben sie jedoch verhältnismäßig hohe Stundensätze. Agenturen schreiben sich oft “agil” auf die Fahne und arbeiten doch nach klassischen Wasserfall-Methodiken. Anpassungen des Produktes erfordern hier dann zeitaufwändige Nachverhandlungen und verzögern einen zügigen Marktaufschlag.

Trend sind gerade auch Offshoring Outsourcing, das Auslagern der IT-Services in Länder anderer Kontinente wie z.B. Indien, sowie Nearshoring Outsourcing – also das Auslagern in  Nachbarländer wie Polen und Ukraine. Grund dafür ist meist immenser Kostendruck. Doch günstig ist nicht immer auch gut. Denn oft investiert man zusätzlich Zeit in unnötige  Überarbeitungsrunden aufgrund von mangelnder Qualität oder hohen Sprachbarrieren. Auch Sicherheitsrisiken sowie Urheberrechtsfragen muss man hier besonders im Blick haben. Wer den ganzen Aufwand umgehen will, sollte eher Onshore Outsourcen, also IT-Leistungen an teurere, inländischen Agenturen vergeben. Das spart nicht nur Zeit, sondern hochgerechnet am Ende auch Kosten.

buy & make: Freelancer finden

Die dritte Option ist, Freelancer anzuheuern. Wobei dies ein eher schwieriger Mittelweg zwischen Make und Buy ist. Denn zunächst einmal muss man gute Freelancer finden. Diese sind oft teurer als eigene Mitarbeiter und in der Regel projektorientiert aufgestellt. Sprich: Will man später sein Produkt weiterentwickeln, sind Freelancer schon beim nächsten Kunden und nicht mehr so leicht greifbar. Dennoch können sie Spezialanforderungen ebenso wie Spitzenlasten abdecken und ein Team notfalls komplettieren.

Gute Alternative: eine Technologie-Partnerschaft

Es gibt einige wenige Agenturen, die einzelne Komponenten der oben aufgezeigten Wege miteinander verbinden. Mit solch strategischen Technologie-Partnern kann man gemeinsam Lösungen schnell und effizient entwickeln: und zwar indem man agil und proaktiv zusammenarbeitet. Wer diesen Weg wählt, ist meist sehr gut beraten, spart einiges an Zeit und kann jeden Entwicklungsschritt transparent mitverfolgen und sogar mitgestalten. Aber auch einen passenden Partner sollte man sehr genau qualifizieren. Kann dieser die speziellen Kundenanforderungen an das zu entwickelnde System strukturieren, um daraus einen MVP zu entwickeln? Fängt er bei Null an oder hat er diverse Standards schon parat? Wie gut sind die Referenzen? Sind aufgestellte Projektpläne realistisch? Wie sieht es mit den Rechten aus? Und nicht zuletzt: Wie integriert ein Partner seine Kunden in die Entwicklung?

„Wir als Start up der TU Berlin mit einem klaren B2B Approach haben einen Partner gesucht, der die komplexen Prozesse versteht und entsprechend in eine Digitalplattform ›gießen‹ kann. Die Kompetenzfelder von brayn.io sind API’s, Algorithmen und Datenbanken sowie ein State of the Art UX/UI Konzept, welches uns umfänglich überzeugt hat. Durch die agile Zusammenarbeit sind wir extrem schnell und können die Anforderungen unserer Kunden zeitnah ›bedienen‹.“ Martin Grastat, TSM Supply Bridge, Founder

Softwareentwicklung by brayn.io

Unsere Kunden sitzen regelmäßig mit den zuständigen Entwicklern zusammen und nehmen sowohl an den Sprints als auch am Firmenleben teil. Im steten Austausch entwickelt brayn.io individuell passende Lösungen, die zeitnah getestet und optimiert werden. Wie? Anhand von direktem Feedback und kurzen Iterationsschleifen. So lassen sich in Rekordzeit Konzepte, Prototypen und Produkte aufsetzen und in bereits vorhandene Geschäftsmodelle integrieren. Wer also etwas Budget und eine digitale Vision hat, sucht sich für die Realisierung vielleicht eher einen passenden Technologie-Partner. Denn dann läuft die Entwicklung mitunter schneller, ist kosteneffizienter und oft sogar die bessere Lösung.

Wenn Du vor einer Make or Buy Entscheidung stehst, nimm gerne Kontakt zu mir auf!

Olaf Stichtenoth, CEO von brayn.io

Olaf Stichtenoth
Geschäftsführer

Veröffentlicht in IT